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15 Jahre PSNV NOK

Artikel in der Presse von Claus Kaiser:

Seit 15 Jahren wird „Erste Hilfe für die Seele“ geleistet

Psychosoziale Notfallversorgung NOK feiert in einem Ökumenischen Gottesdienst in Buchen

Neckar-Odenwald-Kreis. (cka) Seit 15 Jahren besteht im Neckar-Odenwald-Kreis die Psychosoziale Notfallversorgung. Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes soll das am kommenden Sonntag, 12. November, um 19 Uhr in der katholischen Kirche St. Oswald in Buchen gefeiert werden. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst, zu dem eingeladen wird, vom Chor Maranatha.

Ganz unerwartet geschieht es irgendwo im Landkreis in einer Wohnung oder auf der Straße: der plötzliche Tode eines Menschen, ein Verkehrsunfall mit Schwerverletzten oder Todesopfern, ein Brand mit schlimmen Personen- und/oder Sachschäden, ein Suizid oder ein Großschadensereignis oder eine Katastrophe.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des der Psychosozialen Notfallversorgung Im Neckar-Odenwald-Kreis (PSNV NOK) leisten im Stillen Akutversorgung für Angehörige “bei Todesfällen im privaten Bereich”. Die Notfallseelsorge tut das, “was normale Menschen für normale Menschen tun”, sie gibt den Betroffenen in Extremsituationen “Erste Hilfe für die Seele” - und das in diesem Jahr schon bei über 80 Einsätzen.

Angefangen hat es, das zeigt ein Blick in die Chronik, mit einer Sitzung der Arbeitsgruppe „Notfallseelsorge“ im März 2002. Im September erfolgte die erste Grundausbildung an der DRK-Landesschule für Notfallnachsorgedienst. Mit getätigten ersten Einsätzen erfolgte die inoffizielle Arbeitsaufnahme, offiziell wurde es im Juli 2003. Die Anschubfinanzierung für 14 Funkmeldeempfänger übernahm der Landkreis.

Im September wurde die der Förderverein PSNV NOK gegründet, dem heute 42 Miglieder angehören. Vorsitzender ist Michael Genzwürker, 2. Vorsitzender Christian Nordmann, Schriftführer Henning Waschischek und Schatzmeister Solveigh Hagendorn. Das Leitungsteam besteht aus Christoph Jüttner, Christian Ihrig, Sybille Bartz, Winfried Heltewig, Renate Albrecht, Rüdiger Krauth, Christian Nordmann, Henning Waschitschek und Marcus Wohlfahrt.

Die Zahl der Einsätze stieg kontinuierlich von Jahr zu Jahr, was wohl mit der sich immer verbessernden Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr und dem gestiegenen Bekanntheitsgrad der Notfallversorgung zu tun hat. Von Anfang an wurden neben den Betroffenen auch Einsatzkräfte betreut.

Der Förderverein ist seit sieben Jahren unter anderem auch jährlich Träger des „Odenwälder First Responder Tages (OFIRTA)“, bei dem sich qualifizierte Helfer weiterbilden können. Zwischenzeitlich wurde das Meldekopfsystem von telefonischer auf vollständige Alarmierung durch digitale Medien umgestellt. Alle Einsatzkräfte sind mit Meldern ausgestattet und tragen einheitliche Poloshirts und Einsatzjacken.

2017 wurde das Alarmierungssystem weiterentwickelt und auf verschlüsselte Melder umgestellt. Absolviert wurde die neue Ausbildung für Einsatzkräftenachsorger. Der Lehrgang besteht zu aus vier Bausteinen. Die Kosten in Höhe von 10.000 Euro wurden zu einem Achtel von den Trägern der PSNV NOK übernommen.

 

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